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Für PR- und Kommunikationsteams

So misst du, was KI mit deiner Pressemitteilung macht

Stell vor und nach einer Pressemitteilung dieselben Fragen, wiederhole sie und schreib auf, was sich verändert hat. Ein Plan, den dein Team selbst durchführen kann, und was er zeigen kann und was nicht.

Diese Seite ist eine Methode, kein Ergebnis. Hier steht keine Messung, und Makefield führt sie nicht für dich durch. Diese Website verkauft nichts. Zurück zu KI-Antworten und PR.

Was eine Messung zeigen kann

  • Welche Fakten aus deiner Pressemitteilung in KI-Antworten auftauchen: richtig, falsch oder gar nicht.
  • Welche Quellen die Antworten nennen: deine eigene Seite, die Medien, die die Mitteilung gebracht haben, oder andere.
  • Ob sich das nach der Mitteilung um mehr verändert hat als die normale Schwankung zwischen Wiederholungen und zwischen Abfragerunden.

Was sie nicht zeigen kann

  • Dass die Mitteilung eine Veränderung verursacht hat. Andere Nachrichten und Updates der KI-Systeme laufen zur selben Zeit.
  • Reichweite oder wirtschaftlichen Ertrag. Medien bewertet sie nicht.
  • Was anderen Menschen angezeigt wurde. Konto, Standort und Einstellungen verändern die Antworten.

Was es kostet

Volle Variante: 8 Fragen × 2 KI-Systeme × 3 Anfragen × 4 Abfragerunden = 192 Antworten. Rechne mit insgesamt etwa 9 bis 10 Stunden, verteilt über einen Monat.

Minimalvariante: 6 Fragen × 1 KI-System × 2 Anfragen × 4 Abfragerunden = 48 Antworten, etwa zweieinhalb Stunden. Diese Variante ist gröber, lies das Ergebnis also vorsichtiger.

Die Stunden sind unsere Schätzung für Fragen, Speichern und Lesen. Wenn du in zwei Sprachen fragst, verdoppelt sich die Zahl der Antworten. Fang lange vor der Pressemitteilung an: Die ersten beiden Abfragerunden finden vor dem Versand statt.

Der Plan, Schritt für Schritt

1. Schreib den Plan vor der Pressemitteilung und leg ihn fest

Nimm die Mitteilung und halte 5 Fakten darin fest, die jeder nachprüfen kann: einen Produktnamen, eine Zahl, ein Datum, einen Ort, einen Namen. Kopiere jeden aus deinem eigenen veröffentlichten Text. Ergänze die Fragen, die KI-Systeme, die Sprache, die Termine der Abfragerunden und das Kriterium, ab wann etwas als echte Veränderung zählt. Mach die beiden Abfragerunden vor der Mitteilung an verschiedenen Tagen. Datiere den Plan und ändere ihn danach nicht mehr. Sonst lässt sich jeder Unterschied, den du findest, hinterher passend erklären.

2. Schreib drei Arten von Fragen

  1. Mit Namen: Was hat [Organisation] zuletzt zu [Thema] angekündigt?
  2. Mit Namen: Was bietet [Organisation] im Bereich [Kategorie] an, und was kostet es?
  3. Mit Namen: Wo finde ich offizielle Aussagen von [Organisation] zu [Thema]?
  4. Käufer, ohne deinen Namen: Welche Anbieter für [Kategorie] in [Land] kämen für [Bedarf] in die engere Wahl?
  5. Käufer, ohne deinen Namen: Was gibt es dieses Jahr Neues bei [Kategorie]?
  6. Käufer, ohne deinen Namen: Welche Möglichkeiten gibt es für [Bedarf] in [Land]?
  7. Nachrichten: Was hat [Organisation] in letzter Zeit bekannt gegeben?
  8. Nachrichten: Was gibt es Neues zu [Produkt]?

[Thema] ist das Themengebiet, nie die Schlagzeile und nie der Name eines noch nicht veröffentlichten Produkts. Nimm in jeder Abfragerunde denselben Wortlaut. Für die Minimalvariante nimm von jeder Art zwei Fragen.

Frag so, wie ein Fremder fragen würde, in den Worten, die ein Käufer oder Journalist benutzt. Die Regeln stehen auf der Werkzeugkasten-Seite. Frag in der Sprache deines Publikums; in mehrsprachigen Märkten in jeder davon.

3. Leg die Einstellungen fest

Dieselben KI-Systeme, dieselbe Sprache, derselbe Standort, abgemeldet oder mit ausgeschaltetem Gedächtnis, bei jeder Anfrage ein neuer Chat. Schreib die Einstellungen auf. Warum abgemeldet, steht in Das Phantom in der eingeloggten Antwort.

4. Mach zwei Abfragerunden vor der Pressemitteilung

Stell jede Frage in jeder Abfragerunde mindestens dreimal (in der Minimalvariante zweimal). Die Schwankung zwischen diesen Wiederholungen und zwischen deinen beiden Abfragerunden vor der Mitteilung ist das normale Rauschen. Nimm die größere von beiden. Eine Veränderung innerhalb der Schwankung ist keine Veränderung.

Eine Messung vorher und eine nachher ist keine Vergleichsbasis. Das IAB sagt den allgemeinen Punkt in einem Satz: „Single-response measurement is not measurement“ (sinngemäß: Eine Messung mit einer einzigen Antwort ist keine Messung; August 2026, Seite 32).

5. Verschick die Pressemitteilung

Notier die genaue Uhrzeit und jedes Medium, das sie bringt.

6. Wiederhole die Abfragerunde nach einer Woche und nach drei Wochen

Dieselben Fragen, dieselben KI-Systeme, dieselben Einstellungen. Ändere den Plan nicht.

7. Lies jede Antwort gegen deine Liste

Wird die Organisation genannt? Welche Fakten aus der Mitteilung kommen vor, und sind sie richtig, falsch oder fehlen sie? Welche Quellen werden genannt, und wie alt sind sie? Wer wird sonst noch genannt?

8. Schreib die Ergebnistabelle

Halte fest, was zu sehen war, unter welchen Einstellungen und gegen welche Quelle du es geprüft hast. Keine Meinung. Schreib Zählungen als „x von n“, nie als Prozentwerte: „4 von 6 Antworten“, nicht „67 %“. Wenn ein falscher Fakt immer wiederkehrt, ergänze eine kurze Notiz: um welchen Fakt es ging, woher er zu stammen scheint und welche deiner eigenen Seiten du zuerst prüfen solltest. Danach korrigiere deine eigenen Quellen.

Die Tabelle zum Kopieren

Füge diese Zeile in die erste Zeile einer Tabelle ein, eine Zeile pro Antwort:

Abfragerunde	Datum	Uhrzeit	KI-System	Modus	Angemeldet	Sprache	Land	Frage-ID	Anfrage	Antwortdatei	Genannt	Fakt 1	Fakt 2	Fakt 3	Fakt 4	Fakt 5	Genannte Quellen	Datum der Quellen	Weitere Genannte	Notizen	Kürzel

Schreib bei jedem Fakt: richtig, falsch, fehlt oder nicht erkennbar. Genannt: ja, nein, oder entfällt, wenn die Frage dich beim Namen nennt.

Antworten können Behauptungen über echte Personen oder andere Unternehmen wiederholen. Bewahre die Antwortdateien nur für die interne Dokumentation deines Teams auf und veröffentliche sie nicht.

Durchgespieltes Beispiel

Ausgedachtes Beispiel: ein erfundenes Unternehmen, eine erfundene Pressemitteilung, erfundene Antworten.

„Muster Fliesen“ (ein erfundenes Unternehmen) kündigt am 3. März eine neue frostsichere Fliese an. Der Plan listet fünf Fakten auf: den Produktnamen, den Preis, das Startdatum, den Ort des Werks und die Frostklasse. Das Team wählt die Minimalvariante: sechs Fragen, ein KI-System, zwei Anfragen, vier Abfragerunden.

Was das Team daraus geschlossen hat: Die Fakten aus der Mitteilung tauchen jetzt in einigen Antworten auf; die falsche Frostklasse scheint von einem einzigen Blogbeitrag zu stammen, also prüft es zuerst diesen Beitrag und die eigene Produktseite.

Was das Team nicht geschlossen hat: „Die Pressemitteilung hat gewirkt“ oder „KI kennt unsere neue Fliese“. 12 Antworten pro Abfragerunde von einem KI-System sind eine kleine Stichprobe, und die Veränderung lässt sich nicht allein auf die Mitteilung zurückführen.

Ohne Schuldzuweisung lesen

Eine Messung beschreibt, was die KI-Systeme geantwortet haben. Eine Note für die Pressemitteilung, die Agentur oder das Team ist sie nicht. In den Protokolldaten eines Anbieters machten Pressemitteilungen etwa 1,1 % der zitierten Links aus (Muck Rack, Mai 2026; Märkte und Anzahl der Anfragen nicht angegeben). „Unsere Mitteilung wurde nicht zitiert“ ist ein häufiges Ergebnis, kein Urteil.

Für deine Leitung

„Wir haben unsere Fragen und Fakten vor der Pressemitteilung aufgeschrieben, vorher und nachher dieselben Fragen gestellt und gezählt. Das hat sich verändert, und das können wir daraus nicht sagen.“

Geh sicher damit um

Die Methode dahinter

Hier steht die vollständige Methode. Es ist derselbe Ansatz, den Makefield in der eigenen Forschung nutzt: Der Plan wird vor der ersten Frage geschrieben und datiert, jede Frage wird mehrfach gestellt, und die normale Schwankung wird gemessen, bevor eine Veränderung bewertet wird. Die Schritte kannst du frei nutzen und anpassen.

Das ist eine Forschungsmethode, kein Angebot. Makefield verkauft nichts, nimmt keine Provisionen und führt das für niemanden durch.

Quellen

So zitierst du diese Seite

Denes Csaszar, „So misst du, was KI mit deiner Pressemitteilung macht“, Makefield, makefield.io/de/pr/pressemitteilung, zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026, Version 1.

Zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026. Was sich geändert hat: Version 1, erstmals veröffentlicht am 28. Oktober 2026.

Makefield ist ein unabhängiges Forschungsprojekt aus Berlin zur Richtigkeit von KI-Antworten. Diese Website verkauft nichts.

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