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Diese Fassung wird gerade an die englische angeglichen; maßgeblich ist die englische Seite.

Für PR- und Kommunikationsteams

Frag die KI nach deiner Organisation: ein Werkzeugkasten für PR-Teams

Fragensets zum Kopieren, ein Protokoll zum Führen und eine nüchterne Anleitung, um zu lesen, was KI-Assistenten über deine Organisation, deine Pressemitteilungen und deine Sprecher sagen.

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Diese Seite hilft deinem Team, selbst herauszufinden, was KI-Assistenten über eure Organisation sagen und wie weit ihr diesen Antworten trauen könnt.

Wähl eine Stufe:

Dein erstes Ergebnis wird wahrscheinlich gemischt und etwas seltsam ausfallen. Das ist normal. Eine Antwort ist ein einzelner Durchlauf, keine Messung.

Bevor du fragst

Wähl einen Zweck. Zum Beispiel: Stimmen unsere Fakten, wenn ein Journalist die KI fragt? Werden wir genannt, wenn ein Käufer nach unserem Markt fragt?

Schreib zuerst deine eigene Quelle auf und datiere sie. Halte fest, was eine richtige Antwort enthält: was ihr tut, wer euch leitet, welchen Titel euer Sprecher trägt, was die Kernaussage eurer jüngsten Pressemitteilung ist. Lass die Fakten von denen bestätigen, die dafür zuständig sind. Ohne das heißt „richtig“ nur „klingt richtig“. Mehr dazu in Auditiere deine KI-Sichtbarkeit an einem Nachmittag.

Bleib auf der sicheren Seite

  • Frag nur nach öffentlichen Fakten.
  • Gib keine unveröffentlichten Pressemitteilungen, kein Material unter Sperrfrist oder von Kunden und keine personenbezogenen Daten in einen KI-Assistenten ein.
  • Nimm ein Arbeitskonto, wenn deine Organisation das verlangt.
  • Bevor du nach einem Sprecher mit Namen fragst, sag ihm Bescheid und klär mit eurem Datenschutzbeauftragten, ob eure Organisation Mitarbeiternamen im verwendeten KI-Assistenten erlaubt. Nimm keine privaten Angaben auf. Bewahr das Protokoll nur so lange auf, wie du es brauchst.
  • Ein Protokoll belegt auch, dass dein Team eine Antwort an einem bestimmten Datum gesehen hat. Frag deine Rechtsberatung, wie lange du es aufbewahren darfst und wer es einsehen darf.

Die Fragensets

Sechs Sets, eines pro Zweck. Setz in die eckigen Klammern deine eigenen Namen ein. Mit den Kennungen kann nächsten Monat jemand aus dem Team genau dasselbe fragen.

Eine Regel für jedes Set: Frag nach jeder Antwort im selben Chat: „Woher stammt das? Gib mir die Links.“ So siehst du, welche Quellen das KI-System nennt. Öffne jeden Link: Manche sind womöglich nicht die Quellen, die das KI-System tatsächlich genutzt hat, und manche gibt es vielleicht gar nicht.

W · Wer ihr seid

  1. Was macht [Organisation], und für wen?
    Was das zeigt: die schlichte Beschreibung, die ein Fremder bekommt.
  2. Wer leitet [Organisation], und wer spricht für sie?
    Was das zeigt: ob Namen und Funktionsbezeichnungen aktuell sind.
  3. Wo kann ich für einen Artikel mehr über [Organisation] nachlesen?
    Was das zeigt: welche Seiten das KI-System als Quelle behandelt.

R · Pressemitteilungen und Neuigkeiten

  1. Was hat [Organisation] zu [Überschrift der Pressemitteilung] bekannt gegeben?
    Was das zeigt: ob die Pressemitteilung gefunden wird und ob Zahlen und Daten unverändert bleiben.
  2. Was hat [Organisation] zuletzt bekannt gegeben?
    Was das zeigt: was das KI-System als Nachricht behandelt und welche Quelle es bevorzugt.
  3. Wo finde ich die Originalmitteilung von [Organisation] zu [Überschrift der Pressemitteilung]?
    Was das zeigt: ob es auf eure Presseseite verweist oder auf eine Kopie anderswo.

S · Sprecher

  1. Wer ist [Name des Sprechers]?
    Was das zeigt: falsche Titel, alte Funktionen oder eine andere Person mit demselben Namen.
  2. Wer ist Experte für [Kategorie] in [Land]?
    Was das zeigt: ob dein Sprecher gefunden wird, wenn niemand den Namen nennt.
  3. Was hat [Name des Sprechers] zu [Überschrift der Pressemitteilung] gesagt?
    Was das zeigt: erfundene, verkürzte oder falsch zugeordnete Zitate. Prüf sie gegen euren freigegebenen Text.

M · Euer Markt

Marketing- und Vertriebsteams können dieses Set unverändert nutzen: Es zeigt, was ein KI-Assistent einem Käufer sagt, der nach eurem Markt fragt.

  1. Welche Anbieter von [Kategorie] in [Land] würdest du in die engere Wahl nehmen?
    Was das zeigt: ob du genannt wirst, ohne dass nach dir gefragt wird, und wer stattdessen auftaucht.
  2. Was ist die beste Lösung für [Bedarf] im Bereich [Kategorie] in [Land]?
    Was das zeigt: die Auswahl, die ein Käufer angeboten bekommt.
  3. Welche Alternativen gibt es zu [Produkt]?
    Was das zeigt: wer neben dir steht.
  4. [Organisation] oder [Wettbewerber] für [Bedarf]?
    Was das zeigt: anhand welcher Punkte das KI-System euch vergleicht.

P · Euer Ruf

  1. Was wird an [Organisation] kritisiert?
    Was das zeigt: die Geschichte, die ihr nicht geschrieben habt.
  2. Gab es bei [Organisation] Skandale, Beschwerden oder Rechtsstreitigkeiten?
    Was das zeigt: welches alte Thema zuerst auftaucht, und aus welcher Quelle.
  3. Hatte [Organisation] ein Problem, das inzwischen behoben ist?
    Was das zeigt: ob das Ende einer alten Geschichte dokumentiert ist oder nur ihre Schlagzeile.
  4. Gibt es ein Problem mit [Produkt]? Sollte ich es lieber meiden?
    Was das zeigt: welche Antwort eine besorgte Person bekommt.

Antworten hier und bei M4 können Behauptungen über reale Personen oder andere Unternehmen wiederholen. Halte sie im Protokoll fest, prüf sie und gib sie nicht außerhalb des Teams weiter.

F · Ein Fakt nach dem anderen

  1. Was ist [ein prüfbarer Fakt über die Organisation, etwa Gründungsjahr oder Hauptsitz]?
    Was das zeigt: ein Fakt, offen gefragt und gegen eure eigene Quelle geprüft. Schreib die Antwort nicht in die Frage.
  2. Was kostet [Produkt], und was ist enthalten?
    Was das zeigt: erfundene Preise und veraltete Leistungsangaben.

So fragst du

  1. Frag wie ein Fremder. Abgemeldet oder mit ausgeschaltetem Gedächtnis und ohne eigene Anweisungen, in einem neuen Chat. Warum das wichtig ist, steht in Das Phantom in der eingeloggten Antwort.
  2. Nimm die Worte, die Fragende benutzen, nicht deine eigenen. Keine Slogans, kein „führend“, kein „innovativ“.
  3. Lass deinen Namen aus Marktfragen heraus. Bei Set M geht es darum, ob du überhaupt genannt wirst.
  4. Eine Frage pro Chat. Die einzige Nachfrage ist die nach den Quellen.
  5. Schreib nie „durchsuche das Web“ in die Frage. Nimm den eigenen Schalter des KI-Systems für die Websuche und notier das. Warum.
  6. Leg die Formulierung fest. Ein geändertes Wort ist eine neue Frage.

Firmenstimme: „Warum ist [Organisation] der führende, innovative Partner für [Kategorie]?“

Käuferstimme: „Welche Anbieter von [Kategorie] in [Land] würdest du in die engere Wahl nehmen?“

Durchführen und protokollieren

  1. Wer: eine Person fragt, eine zweite liest das Protokoll.
  2. Leg 5 bis 10 Fragen fest, aus den Sets, mit ihren Kennungen.
  3. Leg die Bedingungen fest: abgemeldet oder Gedächtnis aus, neuer Chat, Suche mit dem eigenen Schalter des KI-Systems festgelegt.
  4. Wähl drei KI-Systeme, die deine Zielgruppe nutzt. Nimm jedes Mal dieselben drei.
  5. Stell jede Frage zwei- oder dreimal, jeweils in einem neuen Chat.
  6. Protokollier sofort, bevor jemand die Antworten bespricht.
  7. Wiederhol es an einem anderen Tag, dann monatlich und nach einer Pressemitteilung, einem Rebranding oder einer Krise. Leg vorher fest, was als echte Veränderung zählt.

Der Aufwand, ehrlich gerechnet: 6 Fragen × 3 KI-Systeme × 3 Anfragen = 54 Antworten, etwa 90 Minuten zum Fragen und Speichern. Das Prüfen der Fakten kommt obendrauf.

Protokollfelder, eine Zeile pro Antwort: Datum und Uhrzeit · KI-System und Modus · angemeldet oder abgemeldet, Gedächtnis, Suche · Sprache und Land · Fragenkennung · Nummer der Anfrage · Antwort vollständig gespeichert · genannt, ohne dass danach gefragt wurde (ja, nein, oder entfällt, wenn die Frage dich nennt) · jeder Fakt richtig, falsch, veraltet oder nicht feststellbar, gegen eure eigene Quelle geprüft · zitierte Links und wem sie gehören (dazu Frag KI nach AEO, und sie zitiert Reddit) · wer sonst genannt wird · Anmerkungen und Kürzel.

Füge diese Zeile in die erste Zeile einer Tabelle ein:

Datum	Uhrzeit	KI-System	Modus	Angemeldet	Gedächtnis	Suche	Sprache	Land	Fragen-ID	Anfrage	Antwortdatei	Genannt	Fakten	Links	Andere	Anmerkungen	Kürzel

Erst sichern, dann deuten. Mach einen Screenshot mit sichtbarer Uhrzeit und notier Adresse und Datum jeder zitierten Seite. Bewahr Kopien nur für die interne Dokumentation deines Teams auf, sofern die Regeln deiner Organisation das erlauben. Veröffentliche sie nicht. Bearbeite nie das Original; arbeite an einer Kopie.

Eine Antwort lesen

Stell zu jeder Antwort vier Fragen: Wirst du genannt? Stimmt es? Wessen Quellen? Wer taucht stattdessen auf? Wie du dein eigenes KI-Sichtbarkeits-Audit liest erklärt jede davon.

Was dir diese Prüfung nicht sagen kann

Ein Protokoll zeigt: Wir haben das gesehen, an diesem Datum, unter diesen Einstellungen. Es beweist nicht, was ein KI-System allen sagt. Es sagt nichts über Sprachen, Länder oder KI-Systeme, die du nicht getestet hast. Es kann dir nicht sagen, wie oft Käufer diese Antworten sehen, ob deine Arbeit eine Veränderung bewirkt hat oder was nächsten Monat kommt.

Schlüsse, die du nicht ziehen solltest:

Durchgespieltes Beispiel

Erfundenes Beispiel: ein ausgedachtes Unternehmen, erfundene Antworten.

„Muster Fliesen“ (ein ausgedachtes Unternehmen) verkauft Bodenfliesen an Bauunternehmen. Das Team hat seine Fakten aufgeschrieben und dann die Sets W und M abgefragt.

Was das Team daraus geschlossen hat: Das falsche Jahr kam in 1 von 2 Anfragen vor, daneben stand eine Verzeichnisseite. Das Team öffnet diese Seite, gleicht sie mit der eigenen Quelle ab und fragt nächste Woche noch einmal.

Was das Team nicht daraus geschlossen hat: „KI glaubt, wir wurden im falschen Jahr gegründet“ oder „wir sind in unserem Markt unsichtbar“. Eine Marktantwort ist ein einzelner Durchlauf.

Warum eine Antwort nicht genügt

Im Wiederholbarkeitstest (englisch) von Makefield waren Antworten auf dieselbe Frage aus verschiedenen Runden in 85 von 103 Paaren weniger ähnlich als Wiederholungen innerhalb einer Runde. Verglichen wurde der Wortlaut, nicht die Fakten.

Das IAB sagt es klar (Measuring Visibility in the AI Era, August 2026, Seite 32): „Single-response measurement is not measurement.“ (Eine Messung mit einer einzigen Antwort ist keine Messung.) Den Fünf-Minuten-Test dazu kannst du gleich selbst machen: Stell dieselbe Frage zweimal, bekomm zwei Antworten.

Rechnung, keine Makefield-Messung

Wie weit du deinem eigenen Protokoll trauen kannst

Zähl, wie oft du eine Frage gestellt hast und wie viele dieser Antworten dich genannt oder den Fakt richtig wiedergegeben haben. Die Bandbreite zeigt, wo der wahre Anteil plausibel liegen kann.

Gleicher Anteil (60 %), mehr Anfragen: Die plausible Bandbreite (95 %) wird enger
Dein ProtokollPlausible Bandbreite
3 von 5etwa 23 % bis 88 %
6 von 10etwa 31 % bis 83 %
12 von 20etwa 39 % bis 78 %

Rechnung, keine Makefield-Messung. Sie nimmt an, dass jede Anfrage unabhängig ist; echte Antworten können stärker schwanken.

Die Formel

Das ist das Wilson-Konfidenzintervall bei 95 %. Mit k Antworten aus n Anfragen ist der gesehene Anteil p = k / n, und z = 1,96.

Mitte = (p + z² / 2n) / (1 + z² / n)

halbe Breite = z / (1 + z² / n) × √( p(1 − p) / n + z² / 4n² )

Die Bandbreite reicht von Mitte minus halbe Breite bis Mitte plus halbe Breite. Anders als die einfachere Plus-minus-Formel bleibt sie zwischen 0 % und 100 % und liefert auch dann eine sinnvolle Bandbreite, wenn du 0 oder alle Antworten gesehen hast.

Wenn eine Antwort falsch ist

Streite nicht mit dem Chat. Bestätige den Fehler über Wiederholungen, finde die Seite, die das KI-System liest, und korrigiere zuerst eure eigenen Quellen. Wie, steht in KI gibt einen Fakt über dich falsch wieder. In dieser Reihenfolge korrigierst du ihn.

Wenn eine falsche Antwort eine Person betrifft, etwa einen namentlich genannten Sprecher, sag ihm zuerst Bescheid.

Was du deiner Leitung sagst

„Wir haben 6 Fragen gestellt, jeweils 3-mal, in 3 KI-Assistenten. Das haben wir gesehen, und das wissen wir noch nicht.“

Quellen und Belege

Zur Einordnung: 2025 nutzten 32 % der 16- bis 74-Jährigen in Deutschland, 39 % in Österreich, 30 % in Ungarn und 47 % in der Schweiz in den vorangegangenen drei Monaten generative KI-Tools (Eurostat, amtliche Statistik, Datensatz aktualisiert im Juni 2026). In 48 Märkten nutzen 10 % wöchentlich KI-Chatbots für Nachrichten (Reuters Institute Digital News Report 2026). Grenze: allgemeine Nutzung und Nachrichtennutzung, keine Recherche über Unternehmen.

So zitierst du: Denes Csaszar, „Frag die KI nach deiner Organisation: ein Werkzeugkasten für PR-Teams“, Makefield, makefield.io/de/pr/werkzeugkasten, zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026, Version 1. Ein einzelnes Set verlinkst du als makefield.io/de/pr/werkzeugkasten#set-m.

Zuletzt geprüft am 26. Oktober 2026. Was sich geändert hat: Version 1, erstmals veröffentlicht am 28. Oktober 2026.

Makefield ist ein unabhängiges Forschungsprojekt aus Berlin zur Richtigkeit von KI-Antworten. Diese Website verkauft nichts.

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